Was wünscht sich eine bald werdende Mutter für ihr Baby? Die meisten Frauen würden sagen: „Gesundheit!“ Nicht aber diese indonesischen Frauen. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als das ihr Baby mit einer hellen Hautfarbe zur Welt kommt. Nicht etwa, weil es ihren Idealvorstellungen eines Neugeborenen entspricht, sondern weil hellhäutige Babys viel mehr Geld wert sind. Diese Frauen bieten ihre Babys zum Verkauf an. In Indonesien läuft dieses Geschäft schon jahrelang – und das, obwohl es verboten ist. Selbstredend. Statt lange auf die Zusage einer Adoption zu warten, kaufen sich kinderlose Paare schnell und unkompliziert Babys im Internet. Welche grausamen Details hinter diesem illegalen Geschäft stecken und wie erschreckend einfach der Babykauf wirklich ist, lest ihr hier.

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Wie Ware.

Entscheidend sind die Herkunft, das Geschlecht und ganz besonders die Hautfarbe des Babys. Indonesische Babys werden im Durchschnitt für 1.500 – 2.100 Euro verkauft. Ist die Hautfarbe des Babys jedoch dunkel, so werden sie wie „Billigware“ für weniger als 1.000 Euro verramscht. Eine der teuersten Baby-Kategorien sind chinesische Jungen. Sie sind bis zu 12.500 Euro wert. Doch ein Arzt weist auf eine günstigere Alternative hin:

„Vietnamesen sind doch auch okay, oder? Sie sehen doch aus wie Chinesen.“

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Babykatalog via Facebook

Die Bilder der schwangeren Frauen werden auf Facebook hochgeladen. So können interessierte Paare in Ruhe stöbern. In der Regel läuft der Babykauf über einen Vermittler. Es geht soweit, dass diese Vermittler ganze Bruthäuser mit schwangeren Frauen halten. Diese Frauen leben auf engstem Raum und unter unzumutbaren Bedingungen. Oftmals wurden diese Frauen von ihrer Familie verstoßen, weil sie unehelich schwanger geworden sind. Sie sehen keine andere Möglichkeit als Kontakt zu den Vermittlern aufzunehmen. Nichtsdestotrotz sind die Vermittler stets auf der Suche nach weiteren schwangeren Frauen und versuchen diese zu überzeugen, ihre Babys zu verkaufen. Das Geschäft boomt…

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Und so einfach geht’s:

Man wähle eine schwangere Frau aus und bezahle dann neben dem festen Babypreis die Vermittlungskosten sowie die Kosten für die anstehenden ärztlichen Behandlungen der Schwangeren. Sobald das Baby geboren wird, sucht man sich einen von vielen korrupten Ärzten aus, die ganz fix die Geburtsurkunde fälschen. Und voilá, das Baby ist Dein!

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Geschäft ohne Verantwortung

Es werden keine Fragen gestellt oder Papiere der Babykäufer angefordert. Die Interessen des Babys werden vollkommen missachtet. Es ist den Verkäufern egal, ob das Baby in die Händen von Pädophilen gerät oder sogar später mit acht Jahren als Sexsklaven von den Käufern gehalten werden. Man möchte sich diese Horrorszenen einfach nicht ausmalen. Was getan wird? Weggesehen. Mehr nicht.

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