Wie würdest du dich fühlen, wenn du gejagt wirst? Wenn Jäger dein Haus niederreißen, um an dich heranzukommen und dich dann in einen großen Müllsack stopfen, um dich später auf dem Markt zu verkaufen? Und das alles nur für Fotos mit Urlaubern? Genau das passiert tagtäglich mit Wildtieren. Sie werden für den Selfie-Wahn der Menschen gejagt und gequält. Zur Zeit muss das Faultier für die Bespaßung der Touristen hinhalten. Ein Schock-Video von einer Faultierjagd soll die Menschen endlich wachrütteln. Wie sehr Faultiere darunter leiden und welches Tier ebenfalls für das Vergnügen der Touristen sterben musste, lest ihr jetzt.

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Auf die Jagd

Ein Video macht die Runde: Es zeigt zwei Jäger im Amazonas, die versuchen ein Faultier mit Stöcken vom Baum abzuwerfen. Als das nicht klappt, beginnen sie den Baum zu fällen. Oftmals überleben die Faultiere den plötzlichen Sturz des Baumes nicht und sterben. Doch in diesem Fall überlebt das Faultier. Es klammert sich noch mutig an Ästen fest, doch die Jäger reißen das Tier grob an sich. Anschließend wird das Tier wie ein Gegenstand brutal in einen Müllsack gesteckt. Einfach nur herzlos…

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Verramscht.

Was nicht auf dem Video zu sehen ist, ist der Verkauf der Faultiere auf dem Markt. Für lächerliche 11 Euro werden sie verramscht und das vollkommen illegal. Sie dienen als Haustiere oder lebende Attraktionen mit denen sich Touristen ablichten lassen können. Die Faultiere werden in kleinen Käfigen gehalten, ihr Fell wird stumpf, sie werden immer trauriger und krank. Und wenn sie nicht mehr ansehnlich genug sind, werden sie getötet und in den Müll geworfen.

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Das Tier lächelt nicht.

Das Lächeln eines Faultieres deutet nicht auf sein Wohlbefinden hin, sondern ist einfach nur ein anatomisches Merkmal. Den Touristen ist das egal. Süß ist es ja. Und sie brauchen ein neues WhatsApp-Bild. Doch nicht nur die kleinen Faultiere werden für Fotos gequält, sondern auch Delfinbabys. Erst vor kurzem wurde ein Tier einfach aus dem Wasser genommen und für Fotos mit Touristen hin und her gereicht. Kurze Zeit später starb das Delfinbaby.

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Wenn Urlauber Urlaub machen…

Die Touristen sind meistens tierlieb und haben eigentlich nicht die Absicht den Tieren zu schaden. Doch die überschwängliche Urlaubsstimmung und die Gier nach vorzeigbaren Urlaubsbildern trüben den menschlichen Verstand. Die Touristen denken nicht darüber nach, unter welchen schrecklichen Bedingungen die Tiere gehalten werden. Der ständige Kontakt mit Menschen stresst die Tiere und führt zu frühzeitigem Tod. Ist das wirklich ein Selfie wert? Wohl kaum! Alles, was diese kleinen, freundlichen Tiere wollen, ist im Baum hängen, essen und schlafen. Also lasst die Selfies!

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 (Symbolbild) Photo credit: Ray_LAC via Visual Hunt / CC BY