Diese Kriminellen sind bekannt, weil sie Schlimmes und Verbotenes getan haben. Einige sind (angeblich) unschuldig, andere sind schuldig und haben ihre Strafe abgesessen. Was sie alle gemeinsam haben: Die Dreistigkeit, mit ihren schrecklichen Taten Geld machen zu wollen. Rücksicht auf die Opfer? Moral? Ethik? Fehlanzeige. Stellt euch menschlichen Abschaum vor und fahrt dann mit dem Fahrstuhl noch fünf Stockwerke runter: Dort warten diese geldgeilen Gierhälse auf euch. Was sie getan haben? Lest selbst. 

George Zimmerman – Vom Mordprozess zum Promi-Boxen…

Photo credit: DonkeyHotey via VisualHunt / CC BY

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George Zimmerman hat im Jahr 2012 – angeblich in Notwehr – einen 17-jährigen Afroamerikaner erschossen. Das Brisante: Der Minderjährige war unbewaffnet und es war nie so wirklich klar, ob es wirklich Notwehr war. Die Gerichte jedenfalls sprachen Zimmerman frei. Da der Prozess eine riesige Diskussion über Rassismus auslöste, erlangte George eine gewisse Bekanntheit – die er dann zu seinen Gunsten ausnutzte.

Die 140.000-Dollar-Idee

Wenn man dann also einen zweifelhaften „Promi-Status“ erreicht hat, macht man was? Genau, man verkauft etwas. Und was würde sich besser eignen als die Waffe, mit der man einen Teenager erschossen hat? 140.000 Dollar brachte ihm diese Idee.

Aber es wird noch abwegiger: Der Mann, der bekannt ist, weil er jemanden getötet hat, hatte eine Autogrammstunde bei einer Waffen Show. (Euer Ernst?!) Außerdem sollte er beim Promi-Boxen mitmachen und gegen den Rapper DMX antreten, das Event fiel jedoch aus.

Aus dem Gerichtssaal zur Autogrammstunde

Als nächstes verkaufte er ein Gemälde (für 100.000 Dollar!) zu Ehren eines Waffengeschäftbesitzers, der für sein diskriminierendes Verhalten gegenüber Muslimen bekannt war. Wie nett.

Lehrer-Schüler-Love-Story: Er ist doch schon 12…

Wir schreiben das Jahr 1997. Sie, süße 34, Lehrerin, Mutter, Ehefrau. Er, ihr Schüler, 12 Jahre jung. Die Beiden haben ein Verhältnis. Schreiben sich Liebesbriefe, die ihr Ehemann findet und dessen Cousin sie anzeigt. Der Ehemann zieht von Kalifornien nach Alaska und nimmt die vier Kinder gleich mit.

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Credit: Cracked.com/ Nydailynews.com

Die Lehrerin, Mary Kay Letourneau, wird zu sechs Monaten Knast und einer Therapie verurteilt. Zu ihrem minderjährigen Lover Vili darf sie keinen Kontakt haben. Hat sie dann aber doch, wird erwischt und kommt nochmal für knapp 8 Jahre in die Zelle. Kontaktverbot zu ihrem Ex-Schüler: Lebenslang.

Kontaktverbot: Lebenslang.

http://www.cracked.com/article_24517_john-bobbitts-xxx-tape-6-people-who-sold-out-big-crimes.html

Credit: Cracked.com/ Fuel

Doch als sie 2004 frei kommt, beantragt Vili Fualaau sofort eine Aufhebung der Kontaktsperre. Ein Jahr später heiraten die Lehrerin und ihr Schüler und bekommen zwei Kinder (die von Vilis Mutter aufgezogen werden).

Ende gut, alles gut? Es geht so.
Denn statt einfach gemeinsam klammheimlich von der Bildfläche zu verschwinden, schmeißen die beiden eine geschmacklose „Hot For Teacher“-Party, bei der Vili als DJ auflegt. Als Höhepunkt hat dann noch die verurteilte Kinderschänderin in einem sexy Outfit T-Shirts signiert, während im Hintergrund ihr Mann/Opfer auflegt. Nicht die beste Idee, um sich reumütig zu zeigen und andere Opfer solcher Straftaten nicht zu verhöhnen. Aber gut, sie wollten ja Geld verdienen.

 

 

O. J. Sipmson und das Buch, das es niemals geben sollte.

Profi-Footballer, Werbegesicht, Rekordhalter: O. J. Simpson hat mit seinen sportlichen Erfolgen Geschichte geschrieben. Und mit seinem Mordprozess. 1994 wurde er wegen eines Doppelmordes angeklagt. Die Opfer: Nicole Brown Simpson, die Exfrau des Sportlers und ein Bekannter (Ronald Goldman) von ihr. Obwohl er freigesprochen wurde, fragen sich noch immer alle: War er es? Denn in diesem Prozess ging es drunter und drüber. Fakt ist: Die Geschworenen sprachen O. J. frei – trotzdem sitzt dieser im Gefängnis… aber wegen eines bewaffneten Raubüberfalls.

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Photo credit: Alan Light via Visual hunt / CC BY

$$$ Die *Katsching*-Idee von O. J. Simpson: Ein Buch darüber, wie er sich als möglicher Mörder seiner Exfrau verhalten und empfunden hätte $$$

Doch kurz bevor das Buch mit dem Titel „If I Did It“ mit einem TV-Interview beworben werden sollte, äußerte sich der Vater des ermordeten Ronald Goldman und sowohl der Fernsehauftritt sowie die gesamte Veröffentlichung wurden zurückgezogen. Die verantwortliche Lektorin wurde gekündigt und die Bücher vernichtet – jedoch nicht alle, denn einige waren bereits ausgeliefert worden…

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Credit: Cracked.com/ ReganBooks

Auf Ebay schoss der Preis in drei Stunden auf 1.600 Dollar und auf Amazon war das Buch bereits in den Top 20 – und so nahm die Veröffentlichung im World Wide Web seinen Lauf.

Ein Gutes hatte das Ganze wenigstens: Ein Gericht entschied, dass 90% der Einnahmen an die Familie von Ron Goldman gehen sollen.

Donald Trump: „Bock auf ne Game-Show, O. J.?“

Fun-Fact: Ein alter Homie von O. J. ist übrigens der baldige Präsident der USA, Donald Trump. Dieser versuchte den Kriminellen in eine Gaming-Show zu bekommen, obwohl er selbst von der Schuld des Ex-Football-Profis überzeugt sei. Der NBC war jedoch nicht begeistert und sagte ab. Puh.

 

 

*Quelle Titelbild: dannn.deviantart.com/art/blood-money-34165253