Langsam steckt Angelika H. dem Säugling den Ärmel eines Pullovers in den Rachen. Die erstickten Schreie des Kleinen ignoriert sie mit kaltem Blick. Ihre Hände schließen sich mitleidlos um seinen Hals und sie drückt zu. Wie es dazu kommen konnte, dass eine Mutter ihren acht Monate alten Sohn auf bestialische Weise ermordete, was sie zu ihrer Verteidigung vorzubringen hat und wie sie verurteilt wurde, lest ihr jetzt:

„Das Kind hat meine perfekte Figur zerstört – es musste einfach weg!“

Photo via visualhunt: Arteida MjESHTRI

Purer Hass trieb sie zu der Tat

Das Leben von Angelika H. verlief nicht immer in geraden Bahnen. Schon im frühen Alter hatte sie Selbstmordgedanken und ritzte sich. In ihrer großen Familie gingen ihre Bedürfnisse unter, zudem kämpften Mutter und Vater mit Alkoholproblemen. Nichtsdestotrotz schaffte sie den Sprung in ein „geregeltes“ Leben und wollte Medizin studieren. Doch es kam alles ganz anders. Mit ihrem damaligen Freund wurde sie unbeabsichtigt schwanger. Sie entschied sich das Kind auszutragen und zur Adoption freizugeben. Dieser Plan scheiterte jedoch und Angelika musste sich um das Kind kümmern und offenbarte ihr wahres Gesicht.

Photo via visualhunt: Giu Vincente

Mit 8 Monaten zu Tode gefoltert

Sie soll nur das Nötigste für den kleinen Geros getan und ihm weder Liebe noch Zuneigung gezeigt haben. Diese heftige Abneigung rührt von einer simplen Tatsache her: Die Schwangerschaft soll ihren, wie sie sagt „makellosen“ Körper ruiniert haben, auch waren ihre Studiumspläne durch das Kind in Gefahr. Eines Abends hat sie die enorme „Last“ nicht mehr ausgehalten. Auf grauenhafte Art erstickte sie ihren Sohn mit einem Pullover und ihren Händen. Sie hat den Kleinen regelrecht gefoltert, denn der Todeskampf des Säuglings soll laut Gericht über 30 Minuten gedauert haben.

In der Gerichtsverhandlung soll Angelika H. immer wieder gegrinst haben.

Photo via visualhunt: Rodion Kutsaev

Keinerlei Mitgefühl

Angelika H. zeigte im Nachhinein keinerlei Reue. Im Gegenteil: Sie war erleichtert, fühlte sich befreit und ging nach der Tat erst mal Zigaretten und Bier holen. Drei Tage später fand ihr inzwischen Exfreund die Babyleiche. In den folgenden Gerichtsverhandlungen soll Angelika H. immer wieder gegrinst haben und sich keiner Schuld bewusst gewesen sein – ein großer Irrtum: Sie wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

(Symbolbild) Photo credit Dave Q via VisualHunt CC BY CC BY