Sie weiß, sie sollte glücklich sein. Vor wenigen Tagen hat sie ihr Baby bekommen und ist nun eine Mami. Alle gratulieren, sind glücklich – nur sie muss das Lächeln vortäuschen. Dabei sollte sie doch froh sein. Doch irgendwie sind ihre Gedanken schwer und ihr ist so gar nicht nach Lachen zumute. Und das macht sich noch unglücklicher. Und gereizt. Und traurig. Sind das also die gefürchteten Schwangerschaftsdepressionen? Statt sich in ihrem Babyglück zu sudeln, kämpfen einige Frauen sogar gegen ihre Selbstmordgedanken. Wie es zu diesen Depressionen kommt und was werdende Mütter dagegen tun können, lest ihr jetzt.

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BabyUNglück!

„Eigentlich sollte ich glücklich sein, aber das bin ich nicht.“

Appetitlosigkeit, Schlafstörung, Minderwertigkeitskomplexe, große Traurigkeit und Niedergeschlagenheit sind nur einige Symptome der Schwangerschaftsdepressionen. Diese ständige Trauer führt bei vielen Frauen zu Gewissenbissen, die ihre Traurigkeit nur bestärken. Ein schrecklicher Teufelskreis, aus denen Schwangere nur schwer ausbrechen können.

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Alles veranlagt.

Hormonelle Schwankungen sind nicht unbedingt schuld an den Schwangerschaftsdepressionen. Vielmehr ist das bei Frauen biologisch und psychosozial veranlagt. Frauen, die eine schlimme Kindheit hatten, denken während der Schwangerschaft oft daran zurück. In ihnen wächst der Druck ihrem Kind eine gerechte Mutter zu sein. Viele Frauen hoffen, dass die Depressionen nach der Geburt des Babys von alleine verschwinden, dabei ist es möglich schon während der Schwangerschaft etwas dagegen zu unternehmen.

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Nie wieder glücklich?

„Nachdem meine Tochter geboren war, fiel ich in ein ganz tiefes Loch.“

Nicht immer verschwinden die Depressionen nach der Geburt des Kindes. Manchmal wird es sogar noch schlimmer. Der sogenannte Babyblues setzt an. An dieser Stelle ist es wichtig, dass die Frau ihre negativen Gefühle nicht unterdrückt oder ignoriert, sondern sich Hilfe von Fachärzten oder Psychotherapeuten holt. Es gibt psychotherapeutische Behandlungen, die Frauen helfen, aus ihrem Loch herauszukommen. Dabei müssen nicht immer Medikamente gereicht werden. Zudem gibt es Selbsthilfegruppen, in denen sich Frauen gegenseitig unterstützen und austauschen können. Fakt ist: Depressionen sollte man niemals alleine bewältigen. Und dann kann man das Babyglück auch genießen.

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