Mark Rosen sitzt mit drei Philippinos, zwei davon Bodyguards, in einem schmierigen Hotelzimmer in den USA. Er soll sich angeblich ein Video ansehen, welches er für den Chef der Drei auf den amerikanischen Markt bringen soll. Minuten später verlässt er wortlos und traumatisiert das Zimmer. Erst Jahrzehnte nach diesem Vorfall macht er öffentlich, warum: Bei dem Video handelte es sich um einen Hardcore-P#rno, dessen Höhepunkt erreicht ist, als eine Frau erstochen wird. So richtig. Ohne Special Effects. Und zwar nur, um daraus einen P#rno zu machen. „Snuff“-Filme nennt sich das gestörteste aller Genres. Ob das alles Nur FAKE (!!1!1!!!1) ist und was es wirklich damit auf sich hat, lest ihr jetzt.

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Maximal gestört, maximal kriminell

Von einem Snuff-Film spricht man, wenn ein echter Mord an einem echten Menschen begangen wird und dieser gefilmt, produziert und verkauft wird, damit sich Menschen daran aufgeilen können. Anders ausgedrückt: P#rnos, die nicht nur maximal gestört, sondern auch maximal kriminell sind. Es gibt also wirklich Menschen, denen nur noch einer abgeht, wenn in ihrem P#rno einer abgeschlachtet wird. Geht es noch kranker?!

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Mark Rosen traf die drei Philippinos bereits vor langer Zeit, noch bevor das Internet aufkam. Doch selbst Jahrzehnte später wird seine tiefe Stimme brüchig und zittrig, wenn er davon erzählt. Zu grausam ist das, was er gesehen hat.

Alles begann als „normaler“ Hardcore-P#rno…

… der sich schnell zu einer wortwörtlichen Gewalt-Orgie steigerte. Das Spektakel gipfelte schließlich darin, dass einer Frau, die bereits halb erstickt in einer Plastiktüte steckte, ein Küchenmesser quer durch den Hals gerammt wurde. Augenblicklich schwand alles Leben aus ihrem nackten Körper. Doch trotz vieler Zeugenaussagen, wie der von Mark Rosen, glauben viele Menschen (sogar aus der Filmszene) noch immer nicht an die Existenz von Snuff-Filmen.

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Das Mysterium, das keines ist

Seitdem es den Begriff gibt, halten viele Menschen Snuff-Filme für eine reine Legende. Selbst die deutsche Wikipedia-Seite zählt Snuff-Filme noch zu den „modernen Sagen“. Ja, Zweifel sind immer angebracht, doch irgendwann muss man der Wahrheit einfach ins Gesicht schauen. Snuff-Filme existieren, und das seit langem. Ihren Ursprung fanden sie in einer Reihe von brutalen, verstörenden und grenzüberschreitenden Kinofilmen der 70er-Jahre. Weiter ging es mit den in den 80ern aufkommenden Videokameras für den Privatgebrauch – plötzlich konnte jeder alles filmen…

Kindergeburtstage, Familienfeste – oder eben Mord…

…manchmal sogar an Kindern, die vorher stundenlang gefoltert und vergewaltigt wurden. Die Filme wurden früher privat oder auch unter der Hand in zwielichtigen Videotheken verbreitet. Eine weitere Erfindung verhalf kurz darauf auch Snuff-Filmen dann endgültig zum „Durchbruch“: Das Internet. Niemand kann das Internet, vor allem das Deep und Dark Web, vollständig überblicken, geschweige denn überwachen. Wie naiv muss man sein, um zu glauben, dass dort nirgends Snuff-Filme gehandelt werden?

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Was kann man tun?

Es sind viele Fälle bekannt, in denen Mörder ihre Taten gefilmt haben. Quasi unmöglich ist es jedoch, herauszufinden, wie und wo sich diese Filme (vor allem im Internet!) verbreiten. Niemand weiß, wie viele Menschen bereits für Snuff gefoltert, erniedrigt und ermordet wurden, und niemand weiß, wie viele noch dazukommen werden. Es ist aussichtslos.

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