Waschbär, Dachs oder doch lieber Igel? Diese Frage stellt sich Arthur Boyt, wenn es um sein Abendessen geht. Denn Arthur Boyt ist seines Zeichen Aas-Esser und nennt sich selbst Roadkill-Eater. Er ernährt sich ausschließlich von toten Tieren, die entweder am Straßenrand von Autos überfahren oder tot an den Strand angespült wurden. Statt dem Metzger seines Vertrauens einen Besuch abzustatten, fährt Arthur stundenlang Straßen entlang und hält Ausschau nach den überfahrenden Überbleibseln der Tiere. Bei dem Gedanken stellen sich uns die Nackenhaare auf, aber trotzdem kommen wir nicht ohnehin uns die Frage zu stellen, wie man überhaupt zum Roadkill-Eater wird. Was hat diesen Briten dazu getrieben sich von Aas zu ernähren und was seine Frau davon hält, lest ihr jetzt.

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Vom Tierpräparator zum Roadkill-Eater

1967: Der Brite Arthur Boyt lebte damals alleine in einem abgelegenen Häuschen südwestlich Cornwalls. Eines Tages, als er seiner Arbeit als Tierpräparator nachging, entschied er, das Fleisch und die Innereien des Tieres nicht, wie sonst, wegzuschmeißen, sondern zu verspeisen. So begann er sein Leben als Roadkill-Eater.

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Einmal die Woche Eintopf

Doch mittlerweile ist Arthur verheiratet und muss sich gegenüber seiner Ehefrau rechtfertigen. Das Krasse: Sie ist Vegetarierin. Doch beide gehen einen Kompromiss ein: Einmal die Woche darf sich Arthur in der Küche austoben. An diesem Tag fährt seine Frau zu Verwandten und Freunden und verbringt dort die Nacht.

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Katze von 2008

Statt Fertigpizzen und Tiefkühlerbsen findet man bei ihm Igel, Fledermäuse, Eulen sowie andere Vögel und Reptilien diverser Art. Auch sorgfältig verpackt: Katzenfleisch aus dem Jahr 2008. Auf die Frage, ob er auch seine jetzige Hauskatze essen würde, wenn sie stirbt, zögert er. Seine Antwort: Er wisse nicht, wie er es seiner Frau erklären würde, wenn er dies täte…

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Wenn es mal stinken sollte…

Die toten Tiere, die Arthur sammelt, liegen mit Glück nicht nur wenige Tage, sondern ganze Wochen am Straßenrand. Von Frische kann daher kaum die Rede sein und das macht sich besonders am Gestank des toten Tieres bemerkbar. Doch selbst dafür hat Arthur einen Tipp parat. Das tote Tier soll vier Tage in fließendes Wasser gelegt werden, um den bestialischen Geruch halbwegs loszuwerden. Sollten sich Maden oder Würmer im Fleisch des Tieres eingenistet haben, kann man diese einfach abpflücken. Na lecker…

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Guten Hunger!

„Hund ist meine Lieblingsspeise. Die schmecken rund und süß. Ein bisschen wie Lamm.“

Der 76-jähriger hat auch Hunde gegessen, darunter Labrador und Lurcher. Zum Hund empfiehlt er einen guten Rotwein. Statt sich zu verstecken, verbreitet Arthur sogar seine Essgewohnheiten. Er hat bereits ein Kochbuch mit Roadkill-Rezepten veröffentlicht. Na, da wünschen wir doch frohes Nachkochen! #Würg

 

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