Mal wieder zwang mich Mama, sie zur Arbeit zu begleiten. Ich hatte keine Lust, schließlich war ich noch ein Kind. „Wenn du nicht mitkommst, haben wir morgen nichts zu essen.“, drohte Mama mir immer wieder. Widerwillig ging ich mit. Diesmal gingen wir zum Vermieter. Als er uns die Tür öffnete, trug er nur Unterwäsche. Er zog mich in sein Schlafzimmer, fesselte mich an die Heizung und zog mich aus. Dann vergewaltigte er mich. Meine Mama stand daneben. Schweigend. Sie selbst war eine Hamburger Prostituierte, die nicht nur mich, sondern auch meinen kleinen Bruder an Freier „vermietete“.
Nach vielen Jahren des Schweigens zeigten die beiden missbrauchten Kinder ihre eigene Mutter an. Warum die Frau ihre Kinder an Freier verkaufte und wie viel Geld sie jedes Mal dafür bekam, lest ihr jetzt.

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Ene Mene Muh…

…und dran bist du! So ungefähr musste sie vorgegangen sein als sie zwei ihrer sechs Kinder, die alle verschiedene Väter haben, mit zu den Freiern nahm. Denn auf die Frage, warum sie gerade diese beiden Kinder verkaufte, konnte die Angeklagte keine Antwort geben. Die armen Kinder…

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Unter Druck

Geldprobleme und Druck vom Vermieter, der ebenfalls ein Kunde der Angeklagten war, waren die Gründe ihrer Tat. Besonders der Vermieter Kurt, der inzwischen verstorben ist, war ganz angetan von der Tochter, sodass die Angeklagte sie oft zu ihm brachte. Auf die Frage der Richterin, was ihre Tochter zu dem Missbrauch sagte, antwortete die Angeklagte vollkommen ungerührt:

„Sie fand es nicht so witzig.“

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Privatunterricht

Vielleicht sieben? So schätzte die Anklagte das Alter ihres Sohnes ein, als sie ihn das erste Mal zu einem Freier brachte. Ihr Sohn kannte diesen Freier, den sie ließ ihre Kinder oft bei ihrer Arbeit zuschauen. Da der Mann großes Interesse an ihrem kleinen Sohn hatte, verkaufte sie ihren Sohn für etwas Extrageld. Sie zeigte ihm, wie man einen Mann sexuell befriedigen musste.  Und wie fand er den Missbrauch?

„Der war so wie Melanie in der Richtung. Der war auch nicht so begeistert.“ – Angeklagte Mutter, 52

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„Ich habe ihm später 20 Mark gegeben.“

Zwischen 100 und 150 Mark bekam die Mutter jedes Mal. Und sie beteuerte, dass sie ihren Kinder stets etwas abgegeben hatte, damit sie ihr „Taschengeld aufzubessern konnten“. Ist das ihr ERNST?! Kein Geld der Welt kann dieses Verbrechen jemals entschädigen. Da sind diese 20 Mark einfach nur lächerlich

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Verjährt

„Ich bin überzeugt, dass Sie Ihre Kinder wie Nutztiere behandelten.“ – Anwalt der Tochter zur Angeklagten vor Gericht

Leider sind die meisten Missbrauchstaten der Mutter verjährt, da die mittlerweile 31 Jährige Tochter erst vor zwei Jahren eine Anzeige gegen ihre Mutter erstattete. So verkündete das Amtsgericht Hamburg eine Haftstrafe von nur drei Jahren

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