“Das Baby kann uns alle retten!” Er sagte es immer wieder, doch eigentlich brauchte er es nicht mehr zu wiederholen, denn alle waren schon längst davon überzeugt – alle seine treuen Anhänger. Auch die Mutter des Babys. Sie fütterte es, damit es schläfrig wurde. Dann überreichte sie es den Mitgliedern der Sekte. Sie klebten dem nackten Baby den Mund zu. Das Feuer auf dem Bauernhof westlich von Santiago de Chile brannte. Die Mitglieder versammelten sich und riefen die Geister. Als es soweit war, nahm der Sektenführer das Baby, was auch seinen eigenes war, und schmiss es ins Feuer. Die Anhänger jubelten vor Freude, denn die Welt konnte soeben vor einem Untergang bewahrt werden… Diese Szene stammt (leider) nicht aus einem Horrorfilm, sondern war Teil einer abartigen Zeremonie einer Sekte aus Chile. Alles über die Sekte und das Opferritual, lest ihr jetzt. 

Photo via Pexels (Symbolbild)

Bei lebendigem Leib.

“Das Baby war nackt. Sie schnürten ein Band über den Mund, damit keiner die Schreie der Kleinen hört. Nachdem sie die Geister gerufen hatten, warfen sie sie lebendig ins Feuer.” – Ermittler der chilenischen Bundespolizei

Photo via Pexels (Symbolbild)

Warum musste das Baby sterben? Um das Unheil, das über die Welt einbrechen würde, zu verhindern. Doch eigentlich war die Sekte selbst das Unheil der Welt. Sogar die Mutter des Babys, das selbst Mitglied der Sekte war, befürwortete die Opferung ihres Kindes. Nach der Tat konnten nur vier, darunter auch die Mutter des Babys, gefasst werden.

Photo via Pexels (Symbolbild)

Ein Mann, der glaubt, Gott zu sein.

Der Sektenführer Ramón Castillo Gaete glaubte, Gott zu sein und nannte sich “Antares de la luz” (Antares des Lichts). Er glaubte an den Weltuntergang 2012 und zwang seine Anhänger sich von ihren Habseligkeiten und Beziehungen zu trennen, da diese finstere Kräfte in sich trugen. Er hatte oft Sex mit den Frauen aus der Sekte. Als eine von ihnen schwanger wurde, sperrte er sie monatelang ein und konnte sie so überzeugen, dass Baby in einem Opferritual zu verbrennen.

Photo on Visual Hunt

Der Anführer ist tot.

Kurz nachdem die Tat bekannt wurde, floh der Sektenführer und Vater des Babys. Die Polizei hatte die Vermutung, dass er sich in Peru absetzen und eine neue Sekte gründen würde. Doch Monate nach der Tat fand man seine Leiche in einem verlassenen Haus in Peru. Der selbsternannte Gott und gleichzeitig einer der meistgesuchten Kriminellen Chiles hatte sich mit einem Strick erhängt.

 

Quellenverweise:
zeit.de
welt.de
bild.de
augsburger-allgemeine.de
spiegel.de
spiegel.de

(Symbolbild) Photo on Visualhunt.com