“Oh oh Tom. Das Ergebnis ist schon wieder falsch. Was machen wir nur mit dir?” Der Erzieher rückte immer dichter an den kleinen Tom. Tom zuckte mit den Schulten, doch eigentlich wusste er, was ihn gleich erwarten würde. Langsam bewegte sich die Hand des Erziehers zu seiner Hose und öffnete sie. Dann begann er, Tom zu streicheln bis er selbst ganz hart wurde. Als er fertig war, packte Tom stumm seine Schulsachen in seinen Ranzen. Als er den Hausaufgabenraum verließ, rief ihm sein Erzieher hinterher: “Nächstes Mal gibst du dir aber mehr Mühe, Tom!” Erst nach über vier Jahren kommt der Missbrauchsfall vor dem Berliner Gericht. Doch das Urteil macht fassungslos und lässt viele erneut an der deutschen Justiz zweifeln. 

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Zu lange ist es her…

“Lange her, weiß ich nicht mehr.” – Angeklagter Dennis L. (39)

Während der Täter sich nicht mehr an die Details erinnert, wird das Opfer diese wohl niemals vergessen. Jahrelang verging Dennis L. sich im Hausaufgabenraum des Weddinger Kiez-Clubs an den erst zwölf Jahre alten Jungen. Nachdem er aufflog, erhielt er im November 2013 eine fristlose Kündigung. Nach fast vier Jahren kommt das Urteil der Richterin: Zwei Jahre Haft auf Bewährung und 1000 Euro Geldstrafe.

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Das erste Mal.

Da er ein Ersttäter ist, wurden die anfänglichen 30 sexuellen Handlungen auf nur zehn heruntergesetzt. Geht’s noch?! Jede einzelne noch so kleine Straftat sollte berücksichtigt werden! Selbst die Richterin gibt zu:

“Wir haben hier nur die Spitze des Eisberges verurteilt.”- Richterin M. Brinkmann (52)

Obwohl die Richterin sich bewusst ist, dass ihr Urteil nur einen kleinen Teil des eigentlich Verbrechens verurteilt, scheint es sie nicht zu berühren, dass der Angeklagte seit seiner fristlosen Kündigung in einer Grundschule als Erzieher arbeitet. Das Recht seine Tätigkeit weiterhin auszuüben, wird ihm nicht entzogen. Ein komplett absurder Grund: Die Altersgruppe, mit der er in der Grundschule arbeitet, ist nicht von seiner Neigung erfasst. Na, dann können die Eltern sicher beruhigt aufatmen!

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“Er steht doch nur auf ältere Kinder…!”

Kurz bevor die Anklage 2014 fertig war, zahlte der Angeklagte dem Opfer 2000 Euro und ging freiwillig zur Therapie. Zum Prozesstag erschien das heute 19 Jahre alte Opfer nicht. Die Abwesenheit des Opfers bewertete die Richterin als Desinteresse an der Strafverfolgung des Prozesses. Ob das ebenfalls Gründe für die viel zu milde Strafe sind? Zumindest verzichtete die Richterin für das Nichterscheinen des Opfers auf ein Ordnungsgeld. Wie gütig!

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Quellenverweise:
bild.de
news.de
bz-berlin.de
epochtimes.de.de

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