Vielleicht hat der Mann, der gerade seine Einkäufe in seiner Tasche verstaut, ja etwas fallen lassen. Ein Reiskorn, ein Blatt Salat, ein bisschen Getreide – irgendetwas, das den bohrenden Schmerz in ihrem leeren Magen für kurze Zeit betäuben kann. Und so kauern im schlammigen Dreck vor dem Marktstand drei kleine Kinder. Ihre zusammengewürfelten Kleider starren vor Dreck, ihre Füße sind nackt und ihre Blicke leer. Für die Kleinen geht es nur um eines: Noch einen Tag länger zu überleben. Bevor auch sie verhungern werden, wie der Rest ihrer Familien. Oder zum äußersten Mittel greifen müssen: Kannibalismus. Alles darüber liest du jetzt.

Gefangen in einem sterbenden Staat


Photo credit: Roman Harak via Visualhunt.com / CC BY-SA

Fassade ist alles. Das scheint Nordkoreas Motto zu sein. Während Südkorea sich nach dem Krieg langsam erholte und heute boomt, verwest die „Demokratische Volksrepublik Korea“ immer offensichtlicher. Und doch wahren pompöse Geisterstädte wie Pjöngjang tapfer den schönen Schein. Auf den menschenleeren Straßen tummeln sich keine verhungernden Kinder. Dafür sorgt das Regime. 200.000 hungrige Minderjährige soll es geben. Vorsichtig geschätzt.

In den abgelegeneren Regionen sterben die Kleinen im Rinnstein

Photo credit: Roman Harak via VisualHunt / CC BY-SA

Die Bilder, die mutige Flüchtlinge und waghalsige Touristen mit versteckten Kameras filmen und außer Landes schmuggeln, zeigen immer wieder dieselben schrecklichen Szenen: Greisenhafte Kindergestalten mit spindeldürren Armen und Beinen, die Bäuche vor Hunger geschwollen, liegen apathisch im Dreck und verrecken dort, sobald sie zu schwach sind, selbst nach Krümeln und essbaren Abfällen zu suchen. Es treibt jedem noch so gefühlskaltem Menschen die Tränen in die Augen.

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