Heinz lebte  mit seiner Frau sehr zurückgezogen in Berlin, doch als sie verstarb, war er plötzlich ganz allein. Er hatte keine Angehörigen oder Freunde, mit denen er sich hin und wieder hätte treffen können. Kein Wunder, warum er so erfreut darüber war, dass Josef in sein Leben getreten war. Denn Josef bewies handwerkliches Geschick, half beim Einkaufen und leistete ihm Gesellschaft. Auch am 30. Dezember 2006 war er zur Stelle als Heinz ein Gefrierschrank geliefert bekam. Für ein Heinz kam er rechtzeitig vorm neuen Jahr und für Josef kam er rechtzeitig, um endlich seinen geplanten Mord umzusetzen – und zwar den Mord an Heinz. Denn das, was Heinz an jenem Tag in Empfang nahm, war nicht irgendeine Kühltruhe, sondern sein Sarg. Wie brutal und eiskalt Josef seinen Mordplan umsetzte und welches schockierende Verbrechen noch ans Tageslicht kam, lest ihr jetzt. 

Photo via Pixabay (Symbolbild)

Brutal aber aufwändig

Silvester 2006/2007 sollte Heinz (80) nicht alleine feiern und auch sonst sollte er nie wieder Silvester erleben. Josef (50) schoss Heinz in den Kopf. Anschließend zerstückelte er den Leichnam, packte die Körperteile Plastiktüten ein und verstaute diese in die Kühltruhe. Um den Mord nicht aufliegen zu lassen, kümmerte sich Josef stets um die Wohnung und reichte alle wichtigen Dokumente wie Steuererklärungen mit gefälschter Unterschrift fristgerecht ein. Und das ganze 10 Jahre lang…

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Hartnäckiger Nachbar

Ein Nachbar fiel auf, dass er Heinz lange nicht mehr getroffen hatte. Immer wieder beharrte er auf eine Wohnungsdurchsuche, um nach dem Rechten zu schauen. Nach Jahren der Hartnäckigkeit konnte der Nachbar die Beamten überzeugen einen Blick in die Wohnung zu werfen. Zunächst schien alles in Ordnung zu sein bis die Beamten die Kühltruhe öffneten und den grausigen Fund machten.

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Besser spät als nie

Im Laufe der Jahre kassierte der Mörder monatlich 2.000 Euro. Josef tat das Verbrechen aus Habgier. Er war spielsüchtig und hoch verschuldet. Auch wenn dieses Verbrechen zehn Jahre her ist, wäre es fast nicht ans Licht gekommen, denn Josef hatte die Wohnung einen Monat vor dem Polizeifund gekündigt. Sein Plan: Die Wohnung ausräumen und alle Beweise vernichten.

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Rentner & Rentnerin

Während der Untersuchungen stießen die Ermittler auf ein weiteres Verbrechen. Auf Josefs Bankkonto ging nicht nur die Rente von Heinz ein, sondern auch die 800 Euro Rente von der seit 2000 verschwundenen Irma K.. Bis heute wurde ihre Leiche nicht gefunden. Noch äußerte sich Josef K. nicht zu den Beschuldigungen. Viele, die ihn in der Gegend kannten, seien über seine Tat entsetzt. Sie bezeichneten ihn als nett, hilfsbereit und freundlich. Tja..so und nicht anders gewann er vermutlich das Vertrauen seiner Opfer.

 

Quellenverweise:
tagesspiegel.de
faz.net
n-tv.de
Berliner Morgenpost
bild.de

(Symbolbild) Photo credit: gordontarpley on Visual Hunt / CC BY