“Hunger. Hunger. Hunger…!” Meine Gedanken kreisten ums Essen. Essen, was wir nicht bekamen. Immer wieder verweigerte unsere Mutter uns Essen. Ich lag auf dem Boden des dunklen Zimmers, indem sie mich und meine Geschwister ständig einsperrte. Ich hatte schrecklichen Durst, doch ich war einfach zu müde und schwach, um mir aus der Toilette Wasser zu schöpfen. Meine Schwester war vor einiger Zeit mühevoll und mit wackligen Beinen ins Badezimmer gegangen, doch sie kam seither nicht mehr zurück. Vielleicht ruhte sie sich dort aus. Sie hatte in letzter Zeit sehr erschöpft ausgesehen. Doch auch nach Stunden kam sie nicht aus dem Badezimmer. Als wir nachschauten, lag sie regungslos am Boden…

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Kinder = Dreck.

“Der Boden war voller Urin.” – Polizisten vor Ort

Sie behandelte ihre Adoptivkinder wie Dreck, denn den sperrte sie gemeinsam mit ihren Kindern in einem dunklen Raum ein. Immer wieder verweigerte sie ihren Kindern Nahrung und ließ sie qualvoll und würdelos verhungern. Als die Kinder am Fenster Nachbarn nach Essen anflehten, mauerte die Mutter und ihre damaliger Ex das Fenster zu. Nur selten durften die Kinder das Zimmer verlassen. Die drei Geschwister kämpften jeden Tag ums Überleben, bis die Älteste den Kampf eines Tages doch verlor. Mit 16 Jahren starb das Mädchen an einem Herzstillstand, das auf ihre Unterernährung zurückzuführen ist. Als sie starb, wog sie gerade Mal 38 Kilogramm.

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Verhungert.

Das Essen wurde ihnen verweigert, wenn sie Durst hatten, mussten die Kinder sich das Wasser aus der Toilette holen. Kurz bevor die Tochter starb, konnte sie selbst nicht mehr richtig aufstehen und laufen. Zu geschwächt war sie. Diese Erschöpfung nahm die Mutter zum Anlass, sie endgültig verhungern zu lassen. Frei nach dem Motto: Wer nicht alleine aufstehen kann, verdient auch kein Essen. Als das tote Mädchen von der Polizei im Badezimmer gefunden wurde, trug sie eine schmutzige Windel.

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Hauptsache, den Tieren geht es gut.

Was den Fall schockierender macht: Die Kinder behandelte sie wie den letzten Dreck, während sie sich liebevoll um ihre Hunde und Katzen kümmerte. Ihren Haustieren fehlte es an nichts. Der Ehemann der Frau lebte zum Todeszeitpunkt der ältesten Tochter nicht mehr in dem Haus. Dennoch muss dieser sich wegen Entführung, Vernachlässigung und Kindesgefährdung vor Gericht verantworten. Sein Prozess wird erst im April 2018 beginnen. Die Mutter hingegen bekam bereits ein Urteil: Drei Mal Lebenslänglich.

 

Quellenverweise:
20min.ch
bild.de
bunte.de
wunderweib.de

(Symbolbild) Photo credit: Jaci Berkopec on Visualhunt.com / CC BY